Felix Friedmann: PAST AND PRESENT

© Felix Friedmann 2022

Friedmann bezieht sich in seiner fotografischen Herangehensweise auf das Verlassene und Vergangene der Fabrik und der Säge Steyrermühl sowie auch auf das das noch Intakte und Funktionierende. Die Arbeiten wurden mit einer analogen Mittelformatkamera aufgenommen und der Film an Ort und Stelle in einer eigens dafür eingerichteten Farbdunkelkammer vergrößert. Über das Sägewerk entstand im Rahmen der Residency ein 4:41 Minuten dauerndes Video. Friedmann interessiert die Spannung und der Dialog zwischen den verlassenen und sich noch im Betrieb befindenden Arealen der Industrie. Sein Blick richtet sich dabei auf die meist sehr klare Struktur industrieller Bauten, die ihren Zweck erfüllen, sich vor den Augen des Künstlers aber als gestaltete Bilder offenbaren.

Maria Hanl: DRAWINGS


Maria Hanl: drawings · Videostills 2021

Drawing entstand 2021 in der ehemaligen Elekrohalle am Fabriksgelände. Mit schwarzen Bändern wurde eine lineare Zeichnung im Raum verspannt, die sowohl architektonische Elemente als auch Relikte aus der industriellen Nutzung miteinander verband. Hanl erweitert - in schwarz gekleidet - diese Strukturen aus textilen Linien zu einer performativen Zeichnung, in der durch reduzierte und präzise gesetzte Bewegungen Verbindungen zum Raum und seiner Architektur hergestellt werden.

„Orte befinden sich in ständiger Veränderung. Manchmal spüren wir das stärker, manchmal weniger stark. Große oder plötzliche Veränderungen lassen sowohl an die Vergangenheit als auch an die Zukunft denken ... Veränderung ist nicht nur diesem Ort eingeschrieben, sondern Veränderung ist die Grundbedingung des Menschseins.“ (Maria Hanl)

raumarbeiterinnen: SCHICHTARBEIT


raumarbeiterinnen · © Johann Schoiswohl

Die raumarbeiterinnen entwickelten 2021 ihre Arbeit FRÜHSCHICHT: eine performative Annäherung zum Thema Arbeit. Die Fabrik als Monument der Produktion wird zum theatralen Raum.

Die kurzen Sequenzen, die letzten Sommer unter dem Titel FRÜHSCHICHT entstanden, wurden verdichtet und als SCHICHTARBEIT weiterentwickelt. In scheinbarer Leichtigkeit erschufen sie einen performativen Rundgang, eine Live Collage, in der verschiedene erlebbare Ebenen einbezogen wurden: der physische Raum, die performative Körperlichkeit, und Sprache mittels eingespielter lyrischer Texte.